09 Okt '04 + 47 - 38 Im Dunklen Wege bauen
Mendig, Nickenich, Kruft. Die Messdiener der katholischen Pfarreien St. Dionysisus, Kruft, und St. Arnulfus, Nickenich, starten am 07.10.2004 um 17 Uhr 07 mit einer in der Diozöse Trier einmaligen Arbeit im Rahmen der „72-Stunden-Aktion“.
Vom 07.10. bis 10.10.2004 werden 18 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in den Felsenkellern des Deutschen Vulkanmuseums in Mendig, einem seit der Römerzeit ausgehöhlten Lavastrom von insgesamt 2,8 km2 Größe, freiwillig 72 Stunden arbeiten, um Wege für die Gäste anzulegen.
Das vor zehn Jahren in großen ehrenamtlichen Anstrengungen angelegte unterirdische Wegenetz in 32 Metern Tiefe hat durch die Benutzung der zahlreichen Besucher stark gelitten. Schotter und Steinabschläge sind in die Wege gerutscht und einige Wege sind dadurch ganz verschwunden. Das Heben und Beseitigen der Steine ist nicht das größte Problem. Die Jugendlichen müssen sich warm anziehen, denn es herrscht in diesem größten Basaltlava-Bergwerk der Welt eine ständige Temperatur von nur 6 bis 9 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 74 %. Die Feuchtigkeit und Kühle ist für stundenweisen Aufenthalt sogar sehr lindsam für Kinder mit Keuchhusten, Asthma oder Stauballergien. Für den längeren Aufenthalt aber muss festes Schuhwerk und warme Kleidung benutzt werden.
Mehrere Unternehmen haben durch freundliche Sachspenden für das bisher geheime Unternehmen, z.B. durch zur Verfügung stellen von Schaufeln, Hacken, Rechen und Schubkarren, wesentlich dazu beigetragen, dass das Projekt der katholischen Jugend des Bistums Trier auch in den Felsenkellern von Mendig von Erfolg gekrönt sein wird.
Als Dank für das 72-stündige, ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen wird das Deutsche Vulkanmuseum auf Vorschlag von Landrat Albert Berg-Winters als Vorsitzender, für jeden Arbeitstag einem Kind in Indien das Augenlicht durch eine Augenoperation schenken.
Albert Berg-Winters: „Die Messdiener von Kruft und Nickenich stellen eindeutig unter Beweis, wie Hilfe Hilfe möglich macht“.
Heinz Lempertz
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